Die Geschichte des Sant Jordi-Tages in Barcelona | Lugaris

DER URSPRUNG DES SANT JORDI- TAGES IN BARCELONA

Der 23. April ist in Barcelona zwar kein offizieller Feiertag, aber das würde hier niemand laut sagen. In jeder Ecke des Stadtzentrums kann man die Atmosphäre großer Feierlichkeiten einatmen: Straßen voller Menschen, zahlreiche Bücherstände, Rosen und andere Geschenke sowie Gespräche, Konzerte und Open Air-Auftritte, Romanautogramme, … All das zu Ehren des Schutzpatrons von Katalonien, der diesen Tag zum Tag der Verliebten der Stadt macht. Parallel wird der Tag des Buches gefeiert. Wenn Sie sich fragen, wo der Ursprung von Sant Jordi in Barcelona liegt, dann erläutern wir Ihnen nun, warum dies ein so besonderes Datum ist.

Neben den besten Apartments am Strand in Barcelona möchten wir Ihnen für einen perfekten Urlaub außerdem Tipps und Hintergrundinformationen anbieten, damit Sie Barcelona in seiner schönsten Form entdecken können. Erfahren Sie im Folgenden alles über die Legende von Sant Jordi (oder San Jorge bzw. Sankt Georg). Lernen Sie, warum die Buchstaben die Protagonisten der Feierlichkeit sind und machen Sie sich bereit, eine unvergessliche Erfahrung zu machen.

WARUM FEIERT MAN SANT JORDI IN BARCELONA?

Sant Jordi ist auch in anderen europäischen und afrikanischen Ländern ein Schutzpatron, wie beispielsweise in Portugal, England, Bulgarien, Georgien (die Nation, die seinen Namen trägt) und Äthiopien. Eine große Rolle spielt er auch in Aragonien, Cáceres und Alcoi (Alicante). Es gibt sogar ein Dorf bei Palma de Mallorca, dass Sant Jordi heißt.

Doch wer war eigentlich dieser Heilige? Gehen wir fast zwei Jahrtausende zurück, sehen wir, dass es sich um einen römischen Soldaten aus Cappadocia in der heutigen Türkei handelt. Dieser wurde am 23. April 303 hingerichtet, da er den christlichen Glauben angenommen hatte. Kurz nach seinem Tod wurde er in Palästina als Märtyrer verehrt. Seine Verehrung breitete sich schnell auf das Byzantinische Reich und Westeuropa aus. 494 wurde Sant Jordi heiliggesprochen. Deshalb tauchten alle möglichen Geschichten und große Taten auf, die dem Heiligen zugeschrieben wurden.

Die bekannteste Geschichte ist eine Legende aus dem IX. Jahrhundert, in der er auf einem Pferd geritten kam und einen Drachen tötete (in Katalonien, angeblich in Montblanc in Tarragona). Für viele Wissenschaftler ist genau das der Ursprung der Märchen von Prinzessinnen und Drachen, die im Westen entstehen würden.

Einige bringen den Drachen mit einer Metapher des Heidentums in Verbindung, mit der Sant Jordi im Leben konfrontiert wurde. Andere glauben wiederum, dass die Prinzessin der Geschichte, die aus dem Maul der Bestie gerettet wurde, eine neuere Version der Protagonistin der griechischen Mythologie Andromeda ist. Ihr Retter warb mit einer Rose um sie, die aus dem Blut des Drachen wuchs. Andromeda war die Tochter des äthiopischen Königs, die einst an einen Felsen gekettet war. Dieser sollte wiederum von einem Seeungeheuer verschlungen werden, was Perseus jedoch verhinderte.

Es ist nachgewiesen, dass Sant Jordi bereits seit 1094 Schutzpatron Kataloniens ist und das Fest im XV. Jahrhundert in Katalonien weit verbreitet wurde. Und das an einem Tag, an dem ebenso ein beliebtes Rosenfest gefeiert wurde. Außerdem ist bekannt, dass die Frauen eine Rose bekamen, die in der Heiligen-Kapelle im Palast der Generalitat im gotischen Viertel an der Messe teilnahmen. Entdecken Sie noch weitere Geheimnisse dieses gotischen Stadtviertels von Barcelona.

Heutzutage schenkt man somit noch seinen Ehefrauen, Freundinnen, Töchtern, Arbeitskolleginnen usw. eine rote Rose, die die Leidenschaft symbolisiert. Dazu kommt üblicherweise eine katalanische Flagge, die Senyera, und ein Ährengeflecht als Symbol der Fruchtbarkeit. Obwohl rote Rosen 90% des Umsatzes ausmachen, werden auch blaue, schwarze oder sogar glitzernde Rosen verkauft.

WARUM VERSCHENKT MAN AN SANT JORDI BÜCHER?

Da wir nun wissen, wie sich die Tradition, den Frauen Rosen zu schenken, festigte, fokussieren wir uns nun auf ein weiteres wichtiges Element: Die Bücher.

Die Gewohnheit, den Männern an Sant Jordi ein Buch zu schenken, begann in Katalonien erst in den 30er Jahren. Ein Detail, das nicht auffälliger sein könnte, da man dieses Datum immer mit dem Verschwinden der beiden wichtigsten Persönlichkeiten der universellen Literatur in Verbindung bringt: Miguel de Cervantes und William Shakespeare.

Trotzdem könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein: Während der Spanier am Tag zuvor starb, tat dies der Autor von Macbeth am 23. April – im julianischen Kalender. Dieser Tag entspricht also dem 3. Mai des gregorianischen Kalenders, der heute im Westen verwendet wird.

Sicher ist, dass auch andere unbekanntere Schriftsteller uns an diesem Tag verließen, wie zum Beispiel der Peruaner Inca Garcilaso de la Vega (ebenso im Jahre 1616 wie Cervantes und Shakespeare verstorben), der Dichter William Wordsworth (1850) oder Josep Pla (1981), einer der Großen der katalanischen Prosa.

Der finale Impuls, sich an Sant Jordi Bücher zu schenken, kam von der UNESCO. 1995 erklärte diese Institution den 23. April zum internationalen Tag des Buches, der bereits ein Jahr später gefeiert wurde. Ziel des Tages ist es, das Lesen zu fördern und den Schutz des geistigen Eigentums durch das Urheberrecht zu unterstützen.

Aus diesem Grund sind Buchsignaturen der aktuell erfolgreichsten Schriftsteller sowie von Schauspielern, Sportlern, Medienleuten und Youtubern, die als Autoren durchstarten möchten, eine große Attraktion für diejenigen, die an Sant Jordi in Barcelona sind.

Sind Sie ein Feinschmecker? Dann empfehlen wir Ihnen, dieses Tag zu nutzen und das köstliche pa de Sant Jordi zu probieren: Ein leckeres Brot aus Mehl und Sobrasada (Paprikastreichwurst), eine Zutat, mit der die vier Linien auf der katalanischen Flagge gemalt wurden.

An diesem Tag über die Ramblas zu schlendern ist ein Erlebnis, das schon eine Reise nach Barcelona rechtfertigt. Damit Sie sich eine Vorstellung machen können: Jährlich werden aufgrund des Sant Jordi-Tages in ganz Katalonien rund 6 Millionen Rosen und 1,5 Millionen Bücher verkauft.

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