Entdecken sie mittelalterliche bauwerke in Barcelona

Das Mittelalter war eine sowohl angsteinflößende als auch glanzvolle Epoche für die katalanische Hauptstadt. Die römische Kolonie Barcino widersetzte sich der muslimischen Invasion, um nach der Gründung des karolingischen Reiches zur gräflichen Stadt zu werden. Wilfredo der Haarige (Guifré el Pilós) begann die frühere Familienlinie des Hauses von Barcelona als die vorherige Supermacht zusammenbrach. Sie wurde zur wichtigsten Grafschaft des katalanischen Landes, die die Ära des kommerziellen Wachstums und der politischen Relevanz für die Stadt einleitete.

Auf diese Weise bewirkte das Wachstum des mittelalterlichen Barcelonas, dass außerhalb der römischen Mauern, von denen auch heute noch einige zu bestaunen sind, viele neue Gebäude erbaut wurden. Interessiert Sie die Geschichte und möchten Sie die Überreste des Mittelalters, die diese gräfliche Stadt verbirgt, entdecken? Dann lesen Sie diesen Artikel weiter und erfahren Sie mehr über mittelalterliche Bauwerke in Barcelona.

STRASSEN DES MITTELALTERLICHEN BARCELONA

Die römische Stadt Barcino wurde schnell zu klein für die mittelalterlichen Einwohner Barcelonas. Deshalb hat man begonnen, außerhalb der Mauern zu bauen, wo zu der Zeit nur Landfläche war. Trotzdem fanden die Hauptaktivitäten im Stadtzentrum statt, weshalb man bei der Suche nach Straßen des mittelalterlichen Barcelonas hauptsächlich im Barrio Gótico fündig wird – auch wenn viele Gebäude nicht aus der besagten Zeit stammen.

Call jueu

Möglicherweise wissen Sie nicht, dass der Großteil der Gebäude im Barrio Gótico in Barcelona nicht aus dem Mittelalter stammt. Die Bauwerke der Altstadt wurden während des Erbfolgekrieges 1714 vollständig oder teilweise zerstört. Jedoch wurden Ende des XIX. Jahrhunderts viele Überreste dieser Epoche wiederaufgebaut. So boten sie den gotischen Denkmälern Schutz, die außerdem zu touristischen Zwecken dienten. Die meisten Gebäude in der Gegend wurden somit im neugotischen Stil rekonstruiert. Die Straßen, in denen sich das jüdische Viertel befindet, bewahren bis heute die Essenz der Religionsgemeinschaft, die bis 1391 in diesem Stadtteil lebte. In der Marlet-Straße kann man beispielsweise die Überreste einer der angeblich ältesten Synagogen Europas bestaunen (III. Jahrhundert nach Chr.). In der Sant Domènec del Call-Straße 6 hingegen finden Sie das älteste Haus der Stadt (XII. Jahrhundert). Direkt an der Straßenecke befindet sich der Palast Fivaller, der im XVI. Jahrhundert von der gleichnamigen Familie erbaut wurde, als die Juden bereits zwei Jahrhunderte aus der gräflichen Stadt vertrieben waren.

Plaza del Rei

Ein weiterer Ort im Barrio Gótico, der die wahre Essenz des Mittelalters bewahrt hat, ist der Plaza del Rei. Im XIV. Jahrhundert fanden dort Turniere statt. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass sich hier der Sitz der Grafen von Barcelona und der Könige der aragonesischen Krone befindet: El Palacio Mayor. In diesem Gebäude findet man den fantastischen Saal von Tinell vor, der für verschiedene Zeremonien und Versammlungen dieser Zeit diente. Auf demselben Platz befindet sich ebenfalls die Kapelle Santa Àgata (XIV. Jahrhundert) und neben ihr das kleine Henkershaus. Da niemand zu dieser Zeit neben ihm wohnen wollte, wohnte der Henker auf demselben Platz, wo er seine verpönte Arbeit verrichtete. Angenehmer wohnt es sich in unseren Apartments am Strand in Barcelona, oder?

Die mittelalterliche Mauer

Wie wir bereits erwähnten, wurde die Stadt für das mittelalterliche Barcelona mit der Zeit zu klein, weshalb das errichtete Bauwerk im Jahre 1378 von den Römern wiederverwendet wurde, um das Gebiet zu vergrößern – heute umgibt es das Stadtviertel el Raval. Nachdem die Grenze im XIX. Jahrhundert zerstört wurde, existiert nur noch das Santa Madrona-Eingangstor. Die Hochburg, die es umgibt, stammt jedoch aus dem XVIII. Jahrhundert, als eine dritte Festung gebaut wurde.

MITTELALTERLICHE KIRCHEN IN BARCELONA

Der Großteil der Überreste aus dem Mittelalter wird im geistlichen Sinne verwendet. Obwohl man verschiedene mittelalterliche Dörfer in Barcelona finden kann, um sich einen Eindruck davon zu machen, wie das Leben zu der damaligen Zeit sich entwickelte, sind diese historischen Bauwerke einen Besuch wert.

Das königliche Kloster von Santa María de Pedralbes

König Jakob der Gerechte erbaute im XIV. Jahrhundert dieses Klarissen-Kloster, als Rückzugsort für seine Frau Elisenda, sobald sie verwitwet wäre. Das Frauenkloster ist bis heute gut erhalten, weshalb man die Kirche, den Klosterhof, den Garten mit Heilkräutern bis hin zum Grab von Elisenda besuchen kann.

Sant Pere de les Puel·les

Dieses Benediktinerkloster wurde im X. Jahrhundert von den Grafen in Barcelona gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte litt es unter Desamortisationen und einem Feuer Anfang des XX. Jahrhunderts. Was man heutzutage besuchen kann, ist die Wiederinstandsetzung der romanischen Kirche, die nur noch wenig an das Original erinnert.

Santa María del Pi

Die Basilika wurde im XIV. Jahrhundert erbaut und zählt als ein gotisch-katalanisches Bauwerk, das das größte Rosenfenster Kataloniens aufweist. Ein weiteres Highlight dieser mittelalterlichen Kirche in Barcelona ist der fantastische Ausblick, den man vom Glockenturm auf die Stadt hat.

Das Kloster Sant Pau del Camp

Obwohl es heute eine Kirche ist, wurde dieses Bauwerk im Viertel Raval im IX. Jahrhundert im romanischen Stil als Kloster erbaut. Das Gebäude ist eins der besterhaltenen Zeugen des Mittelalters in Barcelona.

Die Kirche Santa Anna

Versteckt in der Nähe des Plaza de Catalunya, ist dieses alte Kloster ein schönes Beispiel für ein Gebäude, das eine Mischung aus romanischem und gotischem Stil aufzeigt. Besuchen Sie den Klosterhof und entdecken Sie die Grabstelle des Ritters Miquel de Boera, Generalkapitän der italienischen Galeeren und Verteidiger von Roussillon während der französischen Invasion im Jahre 1543.

Die Basilika Sant Just i Pastor

Eine weitere gotische Kirche, die man noch heute bestaunen kann, ist diese Basilika, die zum nationalen Kulturgut ernannt wurde. Sie wurde im XIV. Jahrhundert auf einer ehemaligen romanischen Kirche erbaut. Pio XII. verlieh ihr 1948 den Rang einer kleinen Basilika.

Das Kloster Sant Augustí

Ursprünglich wurde es zwischen dem XIV. und dem XV. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut. Heute kann man jedoch nur noch den Westflügel des originalen Klosterhofes bestaunen, da dieser Ort im Erbfolgekrieg am 11. September 1714 Bühne verschiedener Gefechte war. Die an die Überreste angrenzende neuere Ruhe-Oase, die man auf dem Platz vorfindet, ist jedoch ein sehenswerter Ort.

Die Kathedrale von Barcelona

Die spektakuläre Fassade wurde Ende des XIX. Jahrhunderts gebaut. Die Kathedrale wurde auch dem Heiligen Kreuz und Santa Eulalia gewidmet und bewahrt noch heute die Apsis, die Radialkapelle, die Krypta und das Kirchenende im gotischen Stil, der so die romanische Kathedrale ergänzt. In ihrem Kreuzgang im selben Stil, kann man dreizehn weiße Gänse bewundern. Sie symbolisieren die Jahre, die die Schutzpatronin der gräflichen Stadt bei ihrem Tod alt war.

Die Basilika Santa María del Mar

Wir beenden die Liste der mittelalterlichen Kirchen mit einem echten Schmuckstück. Die Catedral del Mar ist eine der spektakulärsten gotisch-katalanischen Bauwerke, die man noch heute bestaunen kann. Sie wurde aus Berggestein des Montjuïc erbaut und von Bereguer de Montagut und Ramon Despuig entworfen. Man erzählt sich, dass das Monument mit Hilfe der einfachen Leute des Stadtviertels La Ribera errichtet wurde.

INSTITUTIONEN DES MITTELALTERLICHEN BARCELONAS

Es gibt auf dieser mittelalterlichen Tour nicht nur Kirchen. Heute kann man auch noch ein paar institutionelle und bürgerliche Gebäude entdecken – als Erinnerung daran, was das Mittelalter für Barcelona bedeutete.

Das ehemalige Krankenhaus Sant Pau y la Santa Creu

Im XV. Jahrhundert wurde es mit dem Ziel erbaut, alle sanitären Zentren in einem Komplex zusammenzulegen. König Martin der Humane weihte das Bauwerk ein. Spazieren Sie in Ruhe über den Klosterhof, um dem Trubel des Stadtviertels El Raval zu entfliehen. Oder betreten Sie das alte Erholungsheim und bestaunen Sie eine der schönsten Bibliotheken der Stadt. Hier verstarb außerdem im Jahre 1926 der berühmte Architekt Antoni Gaudí.

Drassanes Reials (Königliche Werften)

Der historische Komplex aus dem XIV. Jahrhundert ist noch in der heutigen Struktur zu erahnen. Die Werften stammen aus dem XVI. Jahrhundert und nutzten die gleiche gotische Struktur mit derselben Funktion, die das mittelalterliche Bauwerk bereits im Mittelalter hatte.

Palau de la Generalitat

Das Gebäude beherbergt die Zentrale der Gesamtheit der katalanischen politischen Institutionen (Generalitat de Catalunya). Im Jahre 1400 wurde dieses Bauwerk von der Generalvertretung (Diputación General) Kataloniens gekauft und man begann mit der Integration weiterer angrenzender Gebäude. Sowohl die aktuelle Fassade als auch ein paar Elemente stammen aus der Renaissance. Aus dem Mittelalter wiederum sticht die Kapelle Sant Jordi heraus, außerdem die Fassade zur Sant Honorat-Straße, der gotische Hof, die Treppe und das Relief von Sant Jordi in der Bisbe-Straße. Nicht weit entfernt befinden sich auch unsere Apartments mit Terrasse in Barcelona.

Das Rathaus von Barcelona

Gegenüber der Generalitat de Catalunya befindet sich dieses Bauwerk, das ursprünglich vom „Rat der Hundert“ besetzt war – eine Institution, die Barcelona im XIII. Jahrhundert regierte. Zu diesem Zeitpunkt begann der Bau des Stadthauses von Barcelona. Der gotische Stil des Gebäudes lässt sich noch heute an der gotischen Fassade in der Ciutat-Straße und im Innenhof erkennen, wo sich ebenso schon ein paar Renaissance-Elemente erahnen lassen. Im Inneren wurden außerdem die gotische Galerie und der „Hundert-Saal“ bewahrt, obwohl dieser teilweise im barocken Stil umgewandelt wurde.

La Llotja

Ein weiteres mittelalterliches Gebäude, das im Laufe der Zeit verschiedene architektonische Veränderungen miterlebte, ist die Warenbörse (la lonja) von Barcelona. Am Pla de Palau gelegen, wurde sie erbaut, um im XIV. Jahrhundert die Expansion des katalanischen Handels zu fördern. Der gotische Saal ist als einziger aus dieser Zeit übrig, da das restliche Gebäude 1774 im neoklassischen Stil umgestaltet wurde.

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